​"Unterwegs" - Malerei - Retrospektive und aktuelle Arbeiten

Ausstellung im Liebenweinturm in Burghausen

23. Juni - 23. Juli 2017

Wahrnehmungen – Sichtweisen – Ahnungen

 

Wir alle nehmen die Welt, die uns umgibt, wahr.  Das scheint selbstverständlich, dafür haben wir unsere Sinnesorgane.  Doch menschliche Wahrnehmung ist mehr als das oberflächliche Verarbeiten von Sinnesreizen. Wir fragen nach Zusammenhängen, nach Bedeutung, nach Sinn. Wir sind auf Sinn hin angelegt. Und erst wenn wir den Blick bewusst auf etwas richten,  wenn wir es bewusst wahr-zu-nehmen versuchen, entsteht Sinn, dann besteht die Chance, dass es uns in seiner inneren Wahrheit aufleuchtet und uns anspricht. Der Mönch und Mystiker David Steindl-Rast meint, das Wort „Sinn“ habe einen engen Zusammenhang mit unseren Sinnen. Erst wenn wir mit wachen Sinnen durch die Welt gehen, erfahren wir Sinn. Auf unseren Seh-Sinn bezogen: Wenn wir die Dinge, die uns begegnen, so anschauen, dass wir innerlich zu ihnen sagen: „Überrasch mich!“, dann würden wir unsere Überraschungen erleben. 

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Künstler Manfred Bugl aus Perach im Portrait

Sein jüngstes Bild hängt gleich bei der Eingangstür seines gemütlichen Bauernhauses im stimmungsvollen Holzland in Oberbayern: Das Bild hat Kraft, helle gelbe Farbflächen geben vorsichtige Durchblicke. Der Farbauftrag ist fest und körnig. Das Bild ist haptisch. Manfred Bugl sagt: "Ich bin sehr offen, weiß nie, wohin die Reise geht, was sich auftut." Jetzt ist der Künstler, der heuer im Sommer 75 Jahre alt wird, bei einer nahezu abstrakten Phase angelegt. Und doch lassen sich immer wieder Motive erkennen, zum Beispiel Wirbel, Feuerzungen oder Waldlandschaft.

Die Natur hat es ihm angetan. Die braucht er, um künstlerisch arbeiten zu können. Er hat "seine" Wege rund um Perach und kennt den schönsten Blick im Holzland auf den Inn und bei gutem Wetter bis rüber zum Watzmann. Manfred Bugl ist dankbar, "dass ich mein Leben in der Malerei spiegeln kann", sagt er.

Das Kreuz ist eines der christlichen Symbole, die Manfred Bugl immer wieder bearbeitet. Er ist einer der zeitgenössischen Künstler, die sich mit Religion auseinandersetzen. Seit seiner Kindheit.

Manfred Bugl ist wohlbehütet in einer christlichen Familie aufgewachsen. "Ich habe Glück gehabt mit meinem Nest", sagt er. Bugl war Ministrant, und die Spiritualität des Glaubens hat ihn nie verlassen. Das sieht man seinen Werken und Projekten an. Sakrale Werke hängen zum Beispiel im Spectrum Kirche auf Mariahilf und im Bischöflichen Ordinariat in Passau. Auch auf dem Titelblatt der Oserausgabe unserer Zeitung steht die Frohbotschaft mit dem erleuchteten Kreuz als Symbol für die Auferstehung im Mittelpunkt. Gott ist für den Künstler "der große Geist".

Link zum Artikel in der pnp

Quelle: http://www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/altoetting/2474658_Kuenstler-Manfred-Bugl-aus-Perach-im-Portraet.html, 09.05.2017

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